Rudern und Paddeln von Rheinsberg bis Zechliner Hütte und zurück 2009
Und wieder, nun schon zum 3. Mal, ging unsere jährliche Wasserwanderfahrt nach Rheinsberg. Rheinsberg - neben dem Schloss der Preußischen Könige und Tucholskys Roman, hatten einige der angereisten Wassersportler bereits eigene Assoziationen, vor allem zum "Haus Rheinsberg", dem Hotel für Menschen mit Behinderung. Eine viertägige Fahrt war geplant, an der schließlich 14 Mitglieder und 1 Gast des Fördervereins "Wassersporthandicaps" mit 6 Rollstuhlfahrern teilnahmen. Der Ruderverein 1910 e.V. Rheinsberg, unmittelbar an der Hotelanlage gelegen, erschloss uns mit den mitgebrachten Booten den Zugang zum Wasser des Grienericksees. Die gründlichen Vorbereitungen garantierten so die reibungslose und entspannte Nutzung der Zeit in dieser wunderschönen Umgebung und auch Petrus hatte ein Einsehen. Der April vergaß seine Wetterkapriolen und zeigte sich von seiner schönsten Seite.
Wasserwanderwege Rheinsberg.pdf
Anreise am Dienstag, dem 28. April:
Bezug der Quartiere gegen 16 Uhr, Entladen und Vorbereiten der Boote und dann gemeinsames Abendessen. Ein Höhepunkt: Rosis mitgebrachte Käsesuppe. Lang wurde der Abend nicht, denn frühzeitig wollten wir auf dem Wasser sein.
Mittwoch:
Elke, Uschi, Birgit, Hansi, Marco und Frank halfen tatkräftig beim Besetzen der Boote,
bei der uns Herberts pfiffig erdachte und gebaute mobile Hebeeinrichtung, der Herbilift:
genial einfach - einfach genial, die übliche Strapaze erheblich erleichterte. -
Herbert, an dieser Stelle, Dir eine gute Besserung und schnelle Genesung gewünscht.
Im nächsten Jahr bist Du wieder dabei! - Endlich war auch die neue Uferpromenade
Rheinsbergs fertiggestellt, so dass der Zugang zum Wasser über den Bootssteg des
Rudervereins 1910 e.V. wesentlich sicherer war als im letzten Jahr.
Fern der "ausgetretenen Pfade" auf dem Langen See in Grünau erschloss sich uns
die typische wasserreiche Welt Nordbrandenburgs. Die sieben Paddelboote wurden besetzt,
gewassert und zusammen mit dem Ruderzweier mit Steuerfrau bewegte sich eine ansehnliche
Flotte gen Norden. Bei strahlendem Sonnenschein "wanderten" die Paddler und Ruderer
aus dem Grienericksee durch den Kanal über den großen Rheinsberger See vorbei an der Remusinsel nach Warenthin. Wo am Bootssteg mit einem erfrischenden Alsterwasser, das Hansi, Elke und Frank aus dem nahen Gast- und Logierhaus am Rheinsbergersee zusammen mit der freundlichen Bedienung holte, ein Päuschen eingelegt wurde.
In der Zwischenzeit erkundeten Regina, Vio und Fido die Wasserwege Rheinsbergs auf dem
barrierefreien Ausflugsgastschiff "Tristan".
Während sich die Paddler auf den Heimweg machten, legten die Ruderer mit Hansi, Rosi und Carola noch eine Extraeinheit weiter gen Norden ein, Richtung Zechliner Hütte über den Schlabornsee.
Ein paar Unentwegte lockte das hauseigene behindertengerechte Schwimmbecken danach noch zum Baden. Auch die Saunagänger kamen auf ihre Kosten. Abends saßen wir erschöpft, teils sonnenverbrannt aber glücklich zusammen, erzählten vom Erlebten und verzehrten die Reste aus mitgebrachten Töpfen und Kuchenblechen. Dazu Wein und Bier - Herz was willst du mehr!
Donnerstag:
Ausgeruht und fit nach einem reichlichem Frühstück ging es wieder zeitig aufs Wasser. Das besetzte Ruderboot und die Paddler zog es wie am Vortag in die Ferne. Auf dem Heimweg machten die Wasserwanderer noch einen Abstecher zum Marinapark im Hafendorf Rheinsberg.
Auch das Aussteigen aus den Booten verlief Dank unserer engagierten Helfer und dem Herbilift völlig problemlos.
Obwohl reichlich ermüdet wurde wie schon am Vortag ausgiebig geschwommen und gesaunt. Abends saßen wir dann gemeinsam um den Grill und ließen uns die leckeren Steaks und köstlichen Salate schmecken. Bei Bier und Wein ging es zeitig nach Drinnen, denn die Außentemperaturen waren doch noch recht frisch, um den letzten Ferienabend zu genießen.
Abreise am Freitag, dem 1. Mai:
Packen, Frühstücken, Verabschiedung, Abgabe der Schlüssel an der Rezeption und ab in die Fahrzeuge. Gerne wären wir noch länger geblieben!
Dank vor allem Erics Vater für den Bootstransfer, dem SCGB für den ausgeliehenen Bootshänger, Hansi für allseitige Hilfe und den Absprachen mit dem RV 1910 e.V. Rheinsberg, Frank für seinen unermüdlichen Kücheneinsatz und Viola für die Organisation.
Es wäre schön, wenn der Förderverein Wassersporthandicaps auch im nächsten Jahr eine Wasserwanderfahrt möglich machen könnte.
Informationen für barrierefreies Reisen in Rheinsberg und Umgebung:
http://www.rheinsberg.de/de/tourismus-kultur/urlaub-barrierefrei.html





















nach oben